Wechseljahre verstehen
– und ernst nehmen
Wechseljahre beginnen nicht erst mit 50.
Viele Frauen merken schon ab 40, dass „etwas nicht mehr stimmt“ – ohne genau zu verstehen, warum.
Ich bin 30 Jahre jung und bin sicherlich noch nicht in den Wechseljahren. Aber meine Mutter ist es. Und ich habe, wie von der Gesellschaft „vorgeschrieben“, diese Zeit einer Frau komplett ignoriert bzw. unterschätzt – bis ich gesehen habe, wie meine Mutter und auch andere Frauen in diesen Jahren leiden.
Bei meiner Recherche zu dem Thema kamen dann die großen Lücken zum Vorschein. Das passiert schon ab 40? Diese ganzen Symptome hängen damit zusammen? Es ist überwältigend, was in dieser Phase passiert. Und es ist noch schockierender, dass so wenige Fachpersonen sich wirklich damit auskennen.
Lass uns das ändern. Die Wechseljahre verstehen – und ernst nehmen.
Wie alles beginnt…
Schon mit 40 Jahren kann sich im Körper einiges verändern.
Häufig beginnt es damit, dass Eisprünge unregelmäßiger werden.
Weniger Eisprung bedeutet: weniger Progesteron.
Gleichzeitig schwankt das Östrogen oft stark – und genau diese Dynamik bringt viele Frauen aus dem Gleichgewicht.
Einige Vorboten lassen den Wechsel schon erahnen:
Schlaf wird schlechter, die Reizbarkeit steigt, man fühlt sich schneller gestresst oder emotionaler als sonst. Auch der Zyklus verändert sich – mal kommt die Periode zu früh, mal zu spät, mal stärker, mal schwächer.
Und oft wird das dann abgetan mit:
„Komisch, ich werde wohl einfach älter.“
Während das Umfeld merkt, dass sich etwas verändert, fragt sich die Frau selbst, was eigentlich los ist.
Die verschiedenen Phasen
– kurz erklärt
Die Zeit vor der letzten Monatsblutung nennt man „Prämenopause“.
Der Abschnitt, in dem der Körper noch nicht klar „entscheidet“ und mal blutet, mal nicht, nennt sich „Perimenopause“. Wenn 12 Monate lang keine Blutung mehr kommt, spricht man von der „Menopause“. Alles danach ist die „Postmenopause“.
Sehr viele Begriffe – aber im Kern geht es immer um das Gleiche:
Der Körper stellt sich hormonell neu ein.
Wenn die letzte Blutung
vollendet wurde
Die letzte Blutung bedeutet auch: der letzte Eisprung.
Damit fällt langfristig die körpereigene Progesteronproduktion weg.
Auch hier gilt: Blutung bedeutet nicht immer automatisch Eisprung – aber insgesamt verändert sich die hormonelle Situation deutlich.
Typische Beschwerden können jetzt stärker werden, zum Beispiel:
Hitzewallungen, Schlafprobleme, emotionale Schwankungen, Wassereinlagerungen, Erschöpfung („Brain Fog“) oder auch Gelenkbeschwerden.
Viele Frauen merken:
Der Körper funktioniert plötzlich anders als früher.
Und trotzdem heißt es oft:
„Da müssen Sie durch“
Viele Frauen bekommen in dieser Phase Sätze zu hören wie:
„Das sind halt die Wechseljahre, da kann man nichts machen.“
Das Problem ist nicht der Körper. Das Problem ist fehlende Aufklärung und Begleitung. Denn natürlich verändert sich der Körper –
aber das bedeutet nicht, dass man einfach alles hinnehmen muss.
Wo kann man sich
Hilfe holen?
Ich würde allen Frauen raten, bewusst nach Fachpersonen zu suchen, die sich wirklich mit diesem Thema auseinandersetzen. Eine moderne Website, klare Inhalte und Spezialisierung können ein erster Hinweis sein. Auch Empfehlungen aus dem Umfeld sind oft hilfreich. Das Thema wird langsam sichtbarer – und immer mehr Fachkräfte beginnen, Frauen in dieser Zeit gezielt zu begleiten.
Warum ich mich damit beschäftige
Ich habe meine Mutter jahrelang leiden sehen – und konnte trotz meiner Ausbildungen nicht wirklich helfen. Das hat mich gestört. Also habe ich angefangen, mich intensiver mit Hormonen auseinanderzusetzen:
Podcasts, Bücher (ja, auch „Woman on Fire“ von Sheila de Liz), Studien und Fachartikel. Und irgendwann wurde mir klar:
Das ist mein Thema.
Ich will Frauen helfen, ihren Körper zu verstehen.
Ich will, dass Symptome ernst genommen werden.
Und ich will, dass Frauen nicht mehr das Gefühl haben, damit alleine zu sein.
Du bist hier richtig!
Mittlerweile halte ich Vorträge und bin bei Instagram aktiv.
Und ja – ich bin die, die ständig über dieses Thema spricht und manche Menschen damit vielleicht auch nervt. Und dazu stehe ich. Denn es ist viel zu wichtig, um es zu ignorieren.
Wenn du merkst, dass dein Körper sich verändert, dein Zyklus nicht mehr „wie früher“ funktioniert oder du dich in dieser Phase wiedererkennst, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
In meiner Beratung schauen wir uns gemeinsam an, was bei dir gerade passiert – und was du konkret tun kannst.
Damit du deinen Körper wieder verstehst
und dich in ihm wohlfühlst – auch in dieser Phase.

Hi! Mein Name ist Anna, ich bin gelernte Physiotherapeutin und Heilpraktikerin und komme aus dem wunderschönen Hamburg. Mit diesem Blog will ich Dir all mein gelerntes Wissen aus dem Unterricht, den Skripten, Fachbüchern und Fortbildungen näher bringen. Denn ich finde: Medizin sollte einfach und verständlich erklärt werden! Viel Spaß beim Durchstöbern! 🙂

